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Places & Transitions widmet sich Städten, Regionen und Landschaften im Wandel. Im Zentrum stehen soziale, ökologische und wirtschaftliche Übergänge, wie sie sich an konkreten Orten zeigen – von urbanen Zentren bis zu peripheren und sensiblen Räumen.

Marokkos Hunde: Beldi is best – ein fotojournalistisches Experiment

In vielen Ländern gibt es Straßenhunde, auch in Marokko. Ihre Lage ist oft prekär – und wird im Vorfeld der Fußball-WM 2030 zunehmend gefährlicher. Beldi is best – wer sich, egal wie kurz, mit Hunden in Marokko beschäftigt hat, wird wahrscheinlich auf diesen Glaubenssatz gestoßen sein. Doch was ist überhaupt ein Beldi – und welche Rolle spielen Straßenhunde in der marokkanischen Gesellschaft eigentlich? Beldi, das bedeutet im marokkanischen Dialekt ‚vom Land‘, ‚einheimisch‘, ‚dazugehörig‘. Häufig handelt es sich bei ihnen um Mischlinge, die besonders deutlich Merkmale einheimischer Rassen wie des Sloughi, einem marokkanischen Windhund, und des Aidi, einem Hütehund aus dem Atlasgebirge, aufweisen. Aber auch Eigenschaften anderer Rassen, besonders Schäferhunde und Huskies, schleichen sich bei den Beldis an – Hunderassen eben, die in Marokko aufgrund ihrer Wolfs-ähnlichen Erscheinungsform besonders beliebt als Haustiere sind.  Unter Hundeliebhaber:innen gilt der Beldi als besonders widerstandsfähig und loyal. Doch obwohl der Beldi der marokkanische Hund schlechthin ist, und er schon durch seinen Namen als zugehörig ausgewiesen wird, so spiegelt sich diese Zugehörigkeit im marokkanischen Stadtbild kaum wider. Denn: Alleine in der …

Zwischen Kerzenlicht und kollektivem Erleben – Über Riten, Feste und das Bedürfnis nach Bedeutung

In keiner anderen Zeit des Jahres – besonders in unseren westlich geprägten Gesellschaften – wird uns die Bedeutung von Ritualen und Traditionen so sehr bewusst wie in den kurzen, kalten Wintertagen um Weihnachten. Gemeinschaft, Besinnlichkeit, ruhige Momente im Kerzenschein oder eine Rückkehr in die Natur, in der Hoffnung auf Schnee – das Leben wird langsamer im Winter.  Lichterketten, gemeinsame Abendessen, Adventskalender, Weihnachtsmärkte sind nur einige der Rituale, die für uns auf der Nordhalbkugel die Weihnachtszeit strukturieren. Zwar mag Weihnachten in den letzten Jahrzehnten zunehmend zu einem kommerziellen Anlass geworden zu sein, der seinen Weg in dieser Form sogar in Länder gefunden hat, die keine christliche Tradition haben und auch eigentlich gar kein Weihnachten feiern – wie beispielsweise in Japan, in dem Christen weniger als 2% der Bevölkerung ausmachen. Doch zugleich bleibt Weihnachten noch immer mehr als nur ein buntes, zimtig-glühweiniges Lichterfest im Dezember. Es ist auch noch immer ein gemeinsames Ritual, ein kollektiver Akt der Tradition, ein kultureller Speicher. Feste, Riten, Traditionen sind Speicher dessen, was unsere Gemeinschaft als solche definiert, ihre Geschichte, Werte und …